Sonntag, 19. März 2017

Frühlingsgefühle oder das Bacchetta Giro hat ein Update: Bacchetta Giro att 700C


Schon lange habe ich mit dem Gedanken gespielt das Bacchetta Giro von 26” auf 28” umzubauen um ihm den letzten Schliff Rennrad zu verperpassen. Ob das Vorteile bringen würde vermochte ich nicht zu sagen, zu kontrovers werden Diskussionen zu diesem Thema geführt. Also gibt es nur eine Möglichkeit es herauszufinden, Umbauen.
 
Und wenn schon Umbau, dann richtig. Also nicht nur die größeren Laufräder, auch der Antriebsstrang wir in Angriff genommen.
 
Beim Kauf hatte das Rad eine Kurbelgarnitur mit folgenden Kettenblätter: 52-42-30 was wirklich nicht schlecht gewählt ist. Nun wohne ich jedoch hier an der Grenze zur Schweiz in einer Gegend mit vielen Steigungen und wünschte mir so manches Mal doch noch einen Gang runter Schalten zu können. Aus diesem Grund und weil eh Mal die Kassette und die Kette erneuert werden sollten, entschied ich mich für die Erneuerung des ganzen Antriebsstrangs.

Meine Entscheidung viel auf eine Kurbelgarnitur der Marke Shimano, eine Deore 3x9 mit Kettenblattgrößen: 48-36-26, bei der Kassette wählte ich die gleiche wie zuvor: SRAM PG-970 9-fach mit Ritzeln 11-34 und dazu drei SRAM PC971 Fahrradketten.

Bei den Laufrädern wurden es welche der Marke Mavic mit 17 mm Maulweite. Aufgezogen wurden, nach einigen guten Ratschlägen im Velomobilforum, Continental GP 4 Seasoun in 28 mm. Gut, sind nicht ganz günstig, aber dafür “Handmade in Germany” und hochgelobt in vielen Reifentests.

Und das Ergebnis?

Einfach klasse! Schon bei der ersten Fahrt merkte ich den Unterschied. Mit den leichteren und größeren Laufrädern beschleunigt das Bacchetta um einiges besser. Auch habe ich das Gefühl, die etwas größeren Räder bringen am Berg einen Vorteil. Genau ist das jedoch nicht zu bestimmen da die kleinere Übersetzung ihr Übriges tut. die Wahl 4 Zähne kleiner zu gehen hat sich gelohnt. Nun ist das Bacchetta eine noch bessere “Kletterziege” als zuvor. Kleiner Nachteil der Übersetzung: Bei ca. 75 km/h ist die Grenze des Mittretens erreicht (Trittfrequenz dann ca. 110 - 125).

Optisch sind die Komponenten allemal ein echter Gewinn, aber schaut selber …...

Hier mit Aero-Hecktasche von Radical-Design
 
 
Ohne Tasche im "naket Look"
  


na, da ist doch noch Luft, oder?




Dienstag, 12. Juli 2016

Nach langer Enthaltsamkeit wieder ein Trike ......



HP-Velotechnik Scorpion


Schon oft habe ich von anderen Liegeradfahrern gehört, dass sie mit einem Trike den Einstieg in die Liegerad Welt gemacht haben, irgendwann zum Einspurer wechselten und manche danach den Weg zum Velomobil fanden. Woran das liegt? Nun, mir ging es ja auch so. Zu Beginn genießt man das mehr an Geschwindigkeit gegenüber “Aufrecht-Rädern”. Man gewöhnt sich daran, selten von anderen Rädern überholt zu werden. Aber diese Einspurer-Liegeräder, die überholen dann meistens doch. 

Die Lösung: Umsteigen!

Dieses “Schneller sein” wird irgendwie ein wenig zur Sucht. Logisch, dann muss auch irgendwann ein Velomobil her. OK, bei mir war das nicht der Grund für den Kauf eines Velomobils, bei uns ging es um Wetterschutz im Winter und bei “Sauwetter”. Aber ich kenne einige “Liegeradler” bei denen es genauso abgelaufen ist.

Aber zurück zum Trike. Meine Frau fährt ja das ICE-Sprint seit ich das Bacchetta habe und wir ihr “Wiesel” verkauften. Und lange Zeit war das auch OK so. Aber so seit einem knappen Jahr ertappte ich mich doch dabei, wie ich immer wieder Mal in der Garage auf dem Sprint Platz nahm, einfach so. Und immer mehr verspürte ich diese unbändige Lust wieder einmal zu “Triken”. 

Also Trike Fahren ist nicht einfach nur Liegerad fahren, es ist schon etwas ganz Eigenes. Es ist so total relaxt, man steht, ah, besser gesagt liegt über den Dingen, oder so ähnlich …..

Und irgendwie müssen die Götter mein “Flehen” erhört haben und so gab es plötzlich für mich eine wunderbare Gelegenheit ein HP-Scorpion zu ergattern.

Abgeholt beim Vorbesitzer und dann erst Mal zwei Stunden nur gefahren, wieder das Feeling verspürt welches einem dieses “Dauergrinsen” ins Gesicht bringt. Ein Gefühl von grenzenloser Freiheit.

Also nicht das “Einspurer” Fahren langweilig ist, hat auch total was und ich möchte meine “Rennliege”, das Bacchetta nicht missen, aber Triken ……….. ach, ich könnte unendlich schwärmen.

Das erworbene Trike, ein HP Skorpion mit 8 Jahren auf dem Buckel, hatte vom Vorbestellung erst letztes Jahr im September eine Rohloff spendiert bekommen und dementsprechend ist es sowieso ein extrem entspanntes Fahren. An den Body-Link Schalensitz muss ich mich erst noch etwas gewöhnen, fuhr ich doch bisher auf Trikes immer den Mesch. Aber, ich denke das wird schon, der Feste Halt im Rücken ist toll und beim Beschleunigen kann man etwas mehr Druck aufs Pedal bringen. Und wenn es doch nicht passt auf Dauer, dann gibt es ja auch noch andere Sitze welche auf den Scorpion passen. 

Nach dem Kauf bekam das Skorpion erst Mal eine Beauty Behandlung mit Lackreiniger, Lackauffrischer und Hardwachs. Eine Runde Kette Pflege und einige Upgrades, wie zum Beispiel ein neues Rücklicht und neue Reifen von Schwalbe, die für Liegetrikes entwickelten Tryker (ob diese wirklich Vorteile bringen werde ich an anderer Stelle noch berichten).

Ein neuer Frontscheinwerfer wird folgen, ein US-Kraftwerk von BuM, wie auch eine neue Bike-Flag. Aber das kommt Stück um Stück.

Was jedoch gleich dazu gekommen ist: Ein Anhänger! So kann ich nun auch mit dem Scorpion den Großeinkauf erledigen.
Wie immer zum Schluss, einige Bilder .......